Bambi Goes West: Hitze in Amsterdam

Ich bin im heißesten Sommer seit Jahren in Amsterdam. So nah an der Küste sind Temperaturen über 26 Grad eine echte Rarität. Die Hitze lässt sich jedoch gut aushalten, wenn schon 30 Minuten Zugfahrt entfernt der Strand wartet. Aber ich merke der Stadt an, dass sie hohe Temperaturen nicht gewohnt ist. Überall ist es zu warm: Riesige Fenster ohne Vorhänge, wenig Schattenspender vor Cafes, viele offene Plätze ohne Bäume – die Amsterdamer köcheln konstant im eigenen Saft.

Hintereingang über den Balkon.

Hintereingang über den Balkon.

Mein persönliches Problem ist der Balkon. Meine Gastgeberin hat mich ausdrücklich gewarnt, im Viertel seine Einbrüche nicht selten, und ihre Wohnungstür ziert ein zusätzliches Sicherheitsschloss. Vom Treppenhaus aber muss ein Einbrecher nur über eine Mauer klettern, die auch ein Sieben- oder Siebzigjähriger mühelos meistert, und steht auf dem Balkon. Nachts bleibt also die Balkontür zu. Abkühlen kann die Wohnung so natürlich nicht! Ein simples Gitter würde schon reichen, aber nächtliches Lüften scheint wenig Priorität zu haben in einer Stadt, der Sommerhitze fremd ist. Liebe Hausverwaltung, angesichts des Klimawandels hätte ich da eine Anregung…

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