Aigner zufrieden: Agrarreform erfolreich in den Sand gesetzt

Wie die „Welt“ gestern schrieb, ist die Bundeslandwirtschaftsministerium Ilse Aigner „rundum zufrieden“ mit dem Kompromiss zur EU-Agrarreform. Sie und die umweltschädlichen Agrargroßbetriebe sind die einzigen, die Grund zur Freude haben, dass sich auch auf lange Sicht nichts ändern wird. Die ökologisch sinnvolle Stilllegung landwirtschaftlicher Flächen ist beispielsweise definitiv vom Tisch. Statt dessen sollen Landwirte sagenhafte fünf(!) Prozent ihrer Flächen ökologisch nachhaltig bewirtschaften müssen. 95 Prozent also bleiben mit Unterstützung aus Brüssel Monokulturen. Die aber haben die Hauptschuld daran, dass die Populationen von Schmetterlingen, Vögeln und Feldhasen  zurückgehen.

Die Zukunft der Landwirtschaft hat schon begonnen.

Die Zukunft des Ackerbaus hat schon begonnen.

Zudem dürfen die meisten Betriebe weiterhin auf drei Vierteln der Fläche nur eine Pflanzenart anbauen. Große Teile Norddeutschlands können sich damit auch in Zukunft an endlosen Maiswüsten und aufregenden Sandstürmen erfreuen. Nicht einmal Fruchtfolgen auf den Äckern werden vorgeschrieben, die dafür sorgen würden, dass sich die Böden erholen können. Was passiert, wenn die Äcker weiterhin ausgezehrt werden, schildert der Kölner Journalist Albrecht Kieser eindrucksvoll in einem Radiofeature. Rundum zufrieden warten wir demnach auf eine bodenlose Zukunft.

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