Tierschutz? Gesetz zum Erhalt barbarischer Traditionen

„Grüne werfen Aigner Versagen beim Tierschutz vor“ titelt die WAZ. Und Renate Künast bezeichnet das Gesetz als „Kniefall vor der Agrarindustrie und den Pferdezüchtern“. Recht hat sie: Donnerstag hat der Bundestag das neue Tierschutzgesetz verabschiedet. Und tatsächlich ist von dem ohnehin zu kurz greifenden Gesetzesentwurf von Ilse Aigner kaum noch etwas übrig geblieben: Sogar die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung bleibt bis 2019 erlaubt, und das überflüssige und schmerzhafte Brandzeichnen von Pferden wird als „Kulturgut“ erhalten.

Branding - am Züchter.

Branding – am Züchter.

Laut Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund entspricht ein Brandzeichen einer Verbrennung dritten Grades. Einem Menschen stehen für eine solche Verletzung mehr als 4000,- Euro Schmerzensgeld zu. Mein Vorschlag: Wer diese altehrwürdige Tradition unbedingt aufrechterhalten will, muss diese Summe an einen Gnadenhof für Tiere zahlen. Oder sich selbst ein „Branding“ zufügen lassen – das können viele Piercer schnell und sachgerecht erledigen.

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