Im Kino: Süßes Gift – Hilfe als Geschäft

Gestern habe ich Peter Hellers „Süßes Gift“ im Kino gesehen. „Süßes Gift – Hilfe als Geschäft“ geht einem traurigen Paradoxon nach: In mehr als 50 Jahren flossen mehr 450 Milliarden Euro als Entwicklungshilfe nach Afrika – doch die meisten afrikanischen Länder sind heute ärmer als vor Beginn der Zuwendungen. Und das, obwohl der Kontinent eine Schatzkammer natürlicher Ressourcen ist.

Peter Heller macht seit 1973 Dokumentarfilme, sehr oft in Afrika. In „Süßes Gift“ lässt er vor allem die Menschen vor Ort zu Wort kommen. Deren Kritik ist deutlich: Entwicklungshilfe diene allzu oft nur den Geschäftsinteressen der Geberländer, zementiere undemokratische Macht- und Marktstrukturen, mache die Menschen abhängig. Nur Entwicklungsinitiativen, die aus Afrika selbst kommen, könnten das Blatt wenden.

Dem Bambi-Syndrom fiel auf, dass die klugen europäischen und US-amerikanischen Entwicklungshelfer die Afrikaner seit ein paar Jahren die Grundlagen „ökologischer Landwirtschaft“ lehren wollen. Wie nur haben die Afrikaner ihr Land bestellt, bevor die westliche Entwicklungshilfe ihnen in den 1970er Jahren den Segen des Kunstdüngers und der „Pflanzenschutzmittel“ nahebrachten ;-)?

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