Sea Sheperd: Falsche Werbung für die gute Sache?

Samstagnacht war das Bambi-Syndrom so tief unter Wasser, wie es im November in Berlin ohne Trockentauchanzug möglich ist. Und ich bin nachdenklich zurückgekommen. Vor Ort haben einige deutsche Freiwillige der radikalen Meeresschutzorganisation „Sea Sheperd“ über ihre Arbeit informiert.  „Sea Sheperd“ wurde 1977 von Greenpeace-Mitbegründer Paul Watson ins Leben gerufenwar mir immer recht sympathisch. Paul Watson, ich erlaube mir jetzt ironiefreies Pathos, ist ein Held. Mit der Ansicht bin ich nicht allein, „The Guardian“ beispielsweise wählte ihn 2008 unter die 50 Menschen, die den Planeten retten könnten. Watson ist kein Heiliger: Einen guten, teilweise auch kritischen Film über Watson und „Sea Sheperd“ hat Peter Jay Brown letztes Jahr in die Kinos gebracht.

Das Engagement der Freiwilligen am Info-Stand hat mich gestern Nacht sehr beeindruckt. Das positive Bild wurde aber von ihrer Präsentation auf der Bühne, inklusive Vorführung des Videos ihrer neuen Kampagne, deutlich beschädigt. Während letzteres lief, war ich kurz davor den Raum zu verlassen. Statt Information zu bieten, verkauft der Film das Lebensgefühl der „rebellischen, wilden Kämpfer“. Oh nein! Ich kann ja keine Limonade und kein Deo erstehen, ohne dass mir ein Image verkauft wird. Ist das manipulativ oder einfach nur amerikanisch? Oder bin ich überempfindlich? Und sei es drum: Liebe Leute, das habt ihr doch nicht nötig!

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