Veranstaltungstipp: Colloquium für Umweltgeschichte

Schon am 24.10. hat eine spannende Veranstaltungsreihe angefangen, das Berlin-Brandenburger Colloquium für Umweltgeschichte. Bis Februar 2013 „sollen dort aktuelle Arbeiten zur Umweltgeschichte und angrenzenden Gebieten – in den verschiedensten Stadien der Fertigstellung, also gerade auch work-in-progress – in einem umweltgeschichtlichen Kreis diskutiert werden.“

Das Colloquium findet einmal im Monat an der Humboldt-Universität statt, ist aber nicht nur für Studierende, sondern für alle Interessierten offen. Die erste Veranstaltung habe ich verpasst, leider. Der nächste Termin ist Donnerstag, der 8. 11.2012, von 18.00-20.00 Uhr in der Friedrichstr. 191-193, fünfter Stock. Thema: „Empires of Light? Überlegungen zu einer Sozial- und Umweltgeschichte der Beleuchtung“.

Hier wird es spannend.

Trotzdem! Hier wird es spannend.

Colloquium? Work-in-progress? Überlegungen zu einer Sozial- und Umweltgeschichte? In einem dieser hässlichen Seminarräume mit Neonröhren an der Decke, unbequemen Stühlen und dem Mief der grauen Ästhetik, die deutsche Universitäten auszeichnet? Ist das ein ernstgemeinter Veranstaltungstipp? Aber ja! Denn auch das Bambi-Syndrom hat einmal Geschichte studiert und kennt die Geheimnisse der Zunft.

Hinter solch trockenen Formulierungen verbergen sich tatsächlich spannende Einsichten, in den hässlichen Räumen finden bereichernde Diskussionen statt, auf den grauen Stühlen sitzen interessante Leute. Die Historiker_innen drücken sich nur so abschreckend aus und treffen sich an so wenig einladenden Orten, damit es nicht zu voll wird. Generell versammeln sich im Fachbereich auffallend viele sympathische, engagierte Querdenker mit Hang zu kritischen Fragen, und die wollen eben nicht dauernd von Menschenmassen bedrängt werden. Historiker wie Guido Knopp, den sicher kaum jemand freiwillig bedrängen möchte, sind die absolute Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Das kann mensch mir glauben. Oder selbst hingehen. Oder in Zukunft im Blog nachlesen, was vor Ort geschah.

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