Großstadtdschungel Berlin: Fische räuchern im Park

Heute habe ich in einem kleinen Berliner Park zwei Männer beim Fische räuchern überrascht. Am mitgebrachten Räucherofen, umringt von Eimern voll Aal und Forelle, diversen Werkzeugen und Fischabfällen hatten sie sich gemütlich in einer Rauchwolke mit Bier und Musik eingerichtet. Alle Fische waren selbstgefangen – haben sie jedenfalls erzählt.

Rauchzeichen im Park.

Rauchzeichen: Im Park entdecken die Berliner ihren inneren Jäger.

Dass im öffentlichen Raum geräuchert wird, kannte ich nur aus Afrika und Lateinamerika. Leider durfte ich die beiden nicht im Parkidyll bei der Arbeit fotografieren. Ich vermute, ganz legal ist ihr Treiben nicht. Denn schon Grillen ist nicht überall erlaubt, und die Rauchmenge beim Räuchern ist zwanzigmal so groß. Die Stadt als Freiraum für Traditionen der Jäger und Sammler zu nutzen, hat Charme: Zwar wird heute in den Industrieländern nur wegen des Geschmacks geräuchert. Aber entwickelt wurde das Verfahren, um Fisch und Fleisch haltbar zu machen, bevor es Kühlschränke und Gefriertruhen gab. Auch der Fisch der beiden Räucher-Experten (Das sei eine Kunst, wurde mir erzählt!) kam aus dem Tiefkühler; es war die Ausbeute der letzten Wochen.

Riechen konnte man den Ofen schon aus einiger Entfernung. Mir hat der Geruch gefallen und mich trotz Wintereinbruch in Urlaubsstimmung gebracht. Leider war es für ein Probehäppchen noch zu früh, sie hatten gerade erst angefangen.

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