Beem him up, Scotty! Ein heimlicher Held der Umweltbewegung ist tot

RIP, Neil Amstrong.

RIP, Neil Amstrong.

Neil Amstrong ist gestern im Alter von 82 Jahren gestorben. Und auch das Bambi-Syndrom gedenkt des ersten Mannes auf dem Mond. Denn die Mondlandung hat das Verhältnis von Mensch und Natur weit stärker verändert als Katastrophen wie das Reaktorunglück von Tschernobyl. Tatsächlich hatte Amstrongs „großer Schritt für die Menschheit“ Folgen, die er ganz sicher nicht vorausgesehen hat. Am 21. Juli 1969 betrat er als erster Mensch die Mondoberfläche. Die Bilder, die Amstrong und seine Kollegen bei ihrer Mission von der Erde machten, gingen um die Welt und wurden zu Ikonen der Umweltbewegung.

Selten haben Fotos so nachhaltig die Perspektive der Menschen verändert. Eine Ironie: Die Mondlandung, die nur mittels einer gigantischen Materialschlacht und unglaublichem Energieverbrauch möglich wurde, läutete eine Ära ein, in der immer mehr Menschen die „Macht Euch die Erde untertan“ -Ideologie der Ressourcenplünderung in Frage stellten.

Erste Bilder des blauen Planeten.

Erste Bilder des blauen Planeten.

Die Bilder zeigten einen strahlenden Himmelskörper, wie ein Raumschiff in einem schwarzen Kosmos treibend. Natürlich gab es lange vor 1969 Umweltschützer. Aber die Fotos der Astronauten halfen, aus versprengten kleinen Grüppchen eine Massenbewegung zu machen. Den schönen „blauen Planeten“ wollten viele Menschen nicht mehr grenzenlos ausbeuten, schädigen und mit Müll überziehen.

Amstrong selbst scheint kein Umweltschutzaktivist gewesen zu sein. Seine politischen Ansichten hat er nie öffentlich gemacht, und auch in persönlichen Belangen galt er als verschlossen – ein Held unzähliger Raumfahrtfans, den nur wenige wirklich kannten: Beem him up, Scotty!

Als weiterführenden Lesestoff zum Thema möchte ich unbedingt die „Zeitreise“ von Florian Hildebrandt empfehlen.

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