Bambi-Syndrom in Belfast: Heimat, Natur und Kultur

Irische Murals auf der einen Seite Belfasts.

Irische Murals auf der einen Seite Belfasts.

Das Bambi-Syndrom war die letzten sieben Tage zu Dreharbeiten in Belfast – und konnte immer wieder erleben, wie Heimat im Nordirlandkonflikt über Natur und Kultur von den dortigen Communities definiert wird. (Natürlich gab es noch sehr vieles mehr zu entdecken, aber das gehört in einen anderen Blog.)

Die republikanische Seite hat die Natur auf ihrer Seite, wenn sie Nordirland ihre irische Heimat nennt. Denn unzweifelhaft gehört die Provinz geografisch zur Insel Irland. Zudem sind die kulturellen keltischenEinflüsse in Nordirland genau so lebendig wie in der Republik.

Very british die andere.

Very british die andere.

Für die Unionisten  dagegen ist Heimat ein rein kultureller Begriff. Heimat meint die politische Zugehörigkeit zu Großbritannien und die schottische, protestantische Tradition, auch auf „irischem Boden“. Und das, obwohl die protestantischen Gemeinschaften schon seit 900(!) Jahren auf der grünen Insel leben.

Trotzdem wollen weder die Republikaner in die Republik Irland ziehen noch die Protestanten nach Schottland. Denn Zuhause ist für beide Seiten NUR Nordirland – und die Kultur der Abgrenzung und des Konflikts.

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