Ein totes Reh an der Wand…

wie widerlich! Jedenfalls habe ich das jetzt ein paar Mal gehört. Ich sehe das anders. Zwar ist das Bambi nur geliehen, und irgendwann wird es eine befreundete Künstlerin für eine Installation nutzen. Aber aktuell hängt es bei mir an der Wand, und ich finde es schön. Geschossen und ausgestopft habe ich es nicht. Das passierte vermutlich schon in den 1960er Jahren – mein Reh ist älter als ich.

Source: Uploaded by user via Nora on Pinterest

Allerdings ist auch meine Einstellung zur Jagd gespalten. Auf der einen Seite sehe ich ein, dass sie notwendig ist, um die Wälder zu gesund zu erhalten. Denn durch das üppige Nahrungsangebot sind die Bestände an Rehen und Wildschweinen auf ein nie gekanntes Niveau. Allerdings verschlimmern viele Jäger die Situation eher.

Und doch stößt mich das waidmännische Getue, die Verbrüderung von Grünröcke auf der Pirsch mit „Blutstaufen“ und Halali ab. Auf der anderen Seite – wie ein intelligenter Mensch mir gegenüber bemerkte: „Wenn das traditionelle indianische Jagdriten wären, fänden wir es großartig.“ Ein gutes Argument: Wenn ich es richtig finde, dass die Inuit ihre traditionelle Waljagd erhalten, warum nicht die Waidmänner ihre Pirsch im deutschen Mischwald? Und einen Rehrücken zu essen, ist weniger grausam als Rind aus Massentierhaltung im Supemarkt zu kaufen  – das Reh hatte ganz sicher das bessere Leben.

Was hängt an Euren Wänden? Ausgestopfte Tiere oder die Säge von der letzten Jagdsabotage?

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2 Antworten zu Ein totes Reh an der Wand…

  1. Pingback: Toter Hund an der Wand? Ach, nee… | Bambi-Syndrom

  2. Hagen Jenter schreibt:

    Mir ging es ebenso wie Ihnen. Auch ich dachte noch bis vor einem Jahr die Jagd ist zwar nicht „schön“, aber leider notwendig und einer muss es ja tun. Ich bin Rabenliebhaber und beobachte diese Vögel, speziell die Rabenkrähe, seit mehr als 10 Jahren. Dann, vor ca. einem Jahr, stieß ich auf einen Spiegel Bericht über sie sogenannten Crowbuster. Ich war entsetzt. Vor allem über die Gründe die diese Herren angaben warum Raben bejagt werden müssen. Ich habe viele Berichte und wissenschaftliche Publikationen zum Thema Raben und Rabenkrähe gelesen. Die Gründe der Crowbuster waren schlicht an den Haaren herbei gezogen und gehörten offensichtlich eher ins Reich der Legenden. Da ich es aber genauer wissen wollte habe ich recherchiert und bin dabei über die unter angeführten links „gestolpert“. So kam ich dann vom Thema Jagd auf Rabenkrähen auf das Thema Sinn und Widersinn der Jagd allgemein. Ich habe mich auf beiden Seiten informiert, sowohl auf den Seiten der Jagdgegner, als auch auf Publikationen der Jagenden. Desto mehr ich las, desto entsetzter wurde ich und desto mehr wurde ich Jagdgegner. Ich denke mittlerweile, der Allgemeinheit würde es genauso ergehen wenn sie sich damit auseinandersetzen würden. Aber machen Sie sich am besten selbst ein Bild davon.

    http://abschaffung-der-jagd.de/

    http://www.abschaffung-der-jagd.at/

    http://www.wir-fuechse.de/

    Jagdforen:

    https://jagderleben.landlive.de/communities/3/

    http://www.wildundhund.de/438,1/

    http://www.jagdforumjagdundhund.de/

    Mit freundlichem Gruß
    Hagen Jenter

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