Wildschweine erobern Berlin

Wildschweine sind im Südwesten Berlins mittlerweile praktisch allgegenwärtig und für die Anwohner zur Plage geworden – und zum Politikum in der Stadt: Schweinerotten machen den Grunewald zum Risikogebiet, graben ganze Schrebergärten um und spielen in Berliner Sandkästen.   

Wildtiere wandern zunehmend in die Städte ein. Aber die Schweine nehmen eine Sonderstellung ein, denn noch in den 1960er Jahren lebten in BRD und DDR zusammen nur ein Zehntel so viele Schweine wie heute. Zum einen ist das Klima heute milder. Die Sterblichkeit der Frischlinge im Frühjahr hat stark abgenommen, und der Wald ist fast rund ums Jahr Schlaraffenland. Zudem wird aktuell beispielsweise auf zwei Millionen Hektar Mais angebaut – 1970 breitete sich der Mais nur auf  400.000 Hektar aus. Schweinefutter satt!

Im Gegenzug werden etwa eine halbe Million Wildschweine jährlich in Deutschland geschossen. Das aber könnte langfristig das Problem nur noch verschärfen – Untersuchungen haben gezeigt, dass der Jagddruck die Vermehrung der Schwarzkittel noch anregt.

Sehr sehenswert ist ein Film im NDR zum Thema, der noch online verfügbar ist.

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